Mopswürde
   
Wenn ich einen ergrauten Mops-Grandseigneur sehe, bin ich jedes Mal beeindruckt von der Würde, die er ausstrahlt.
Einst hat man ihn als kleinen Welpen bekommen, fand sein hübsches Aussehen hinreißend und freute sich über sein drolliges, temperamentvolles Wesen.
Dann wächst dieser kleine Wicht heran und fast ehe man sich versieht, ist aus ihm ein beeindruckender, erwachsener Mops geworden. Ein guter Gefährte für fast alle Unternehmungen und in allen Lebenslagen.
Aber da  beginnt auch schon die Zeit des Alterns. Mit den Jahren wird der Kamerad immer grauer - erst unter dem Schnäuzchen, dann auf den Lefzen, schließlich auch um die Augen und die Ohren.
Und mit jedem grauen Haar scheint der Mops auch ein Stückchen Würde mehr zu bekommen.
     
Mein lieber grauer Mops

Er war einmal ein kleiner Mops,
der tollte, spielte, tobte,
mit manchem kleinen Leckerdrops
den süßen Kerl ich lobte.
Wir erlebten viele schöne Zeiten
voller Freuden und Gemeinsamkeiten.
Nun ist er grau und weiser,
da wird auch sein Verhalten leiser.
Schon etwas müde werden seine Glieder
doch in seinen Augen immer wieder
ich die Freude kann erkennen,
beim flotten Über-das-Feld-Rennen.
So manches kleine Privileg in seinem Leben
ich sehr gern bereit bin, ihm zu geben.
Und wenn wir ohne Worte uns verstehen,
scheint ein Lichtlein aufzugehen.
Denk' ich manchmal ans Ende unserer Zeit,
macht sich in meinem Herzen Wehmut breit.


















 










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