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Davon, einen Welpen zu haben - nicht irgendeinen Welpen –
einen Mopswelpen:
Attaché
Es ist schon etwas ganz Besonderes, so ein kleines Wesen
anvertraut zu bekommen. Noch dazu, wenn man die Trächtigkeit der
Mopsmama, die Geburt und das Heranwachsen der Winzwelpis
mitverfolgen durfte und außerdem der eigene Welpe derjenige der
Winzis ist, von dem man von Anfang an wusste, der wäre es für
uns …..
Dann kommt der Tag, das neue kleine Familienmitglied
heimzuholen. Und man wundert sich, denn er ist zwar
etwas vorsichtig, aber nicht im geringsten ängstlich. Es
war wie selbstverständlich, dass er nun zu uns gehörte –
und wie mir schien, nicht nur für uns, sondern auch für
Atti. Ja – es bestätigte sich, wie schon die Züchterin
erzählte, dass Atti bereit war, die Welt zu erobern. So
berichtete sie auch: Als einmal ein wirklich lauter
Düsenjet über den Garten hinweg geflogen war, flüchteten
alle Welpen samt Mopsmama unter die Überdachung der
Terrasse. Alleine Atti setzte sich auf sein
Hinterteilchen und schaute dem Jet nach.
In
den folgenden Wochen lernte Atti mit uns die
Welt kennen. Das Laufen an der Leine stellte gar
kein Problem dar. Er folgte einfach den zwei
großen Kumpels. Natürlich waren die ersten Gänge
noch von so einigem Leinengewurschtel geprägt
und davon, dass Atti ungefähr fünf Sechstel des
Weges getragen wurde. War er einverstanden,
kuschelte er sich fest in die Arme. War er
allerdings mal unwillig, turnte er schon recht
abenteuerlich rum, hockte mal halb auf der
Schulter – he Atti, Du bist doch kein Nymphi –
oder versuchte unter dem Ellenbogen durch zu
entwischen. Er konnte uns aber nicht einmal
austricksen.
Während Vampy den kleinen Wicht anfangs
ziemlich links liegen ließ, entwickelte
Sparky wohl starke Muttergefühle. Der
freche Atti-Kobold durfte sich einfach
alles erlauben. Sollte Atti es wirklich
einmal zu bunt getrieben haben, verzog
Sparky sich höchstens auf die Küchenbank
–
und die ist hoch….
Trotz Vampy‘s coolem Gehabe –
oder gerade deswegen orientierte sich
Atti von Anfang an sehr an diesem –
guckte, wie sich der Chef verhält, was
der macht oder auch nicht macht …. Man
konnte die drei glatt mit einem kleinen
Handwerksbetrieb vergleichen: Vampy, der
große Meister – Sparky, der Geselle
für‘s Grobe – und Atti, der Lehrbub.
Ein paar mal haben wir mit Atti
auch Ausflüge in die Innenstadt
unserer Kreisstadt gemacht,
damit er den Trubel dort kennen
lernen konnte. Für Atti war das
recht angenehm, denn kaum zeigte
er ein bisschen Scheu, wurde er
eh gleich von Tini oder mir
getragen – und auf dem Arm eines
seiner Menschen – ja, was konnte
da schon passieren? Nur ich
hatte in kleineres Problem:
Erledigungen, die ich sonst in
einer knappen halben Stunde
erledigt gehabt hätte, dauerten
eineinhalb Stunden oder noch
länger, weil uns sooooo viele
Menschen auf die Moppel,
insbesondere auf den kleinen
Welpen ansprachen.
Auch im Urlaub hatten
wir Atti schon bald
dabei gehabt – und ich
konnte es kaum glauben,
wie problemlos der
Urlaub mit dem kleinen
Wicht sich gestaltet
hatte. Da wir immer nur
mit unseren Hunden
zusammen in Urlaub
fahren, war es für uns
auch keinerlei
Einschränkung, nun auch
Rücksicht auf den
kleinen Welpen zu
nehmen. Und ich höre
heute noch die
begeisterten Rufe der
Italiener: Carlini, tre
carlini! È una famiglia?
Atti war für
mich von allem
Anfang an 100%ig
wunderschön und
lieb und goldig
und knuffig und
…. Und er wird
immer noch
schöner und
lieber und …. Er
ist quasi ein
mathematisches
Wunder – 110%ig
-120%ig …
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